Jusos Osnabrück-Land gegen Azubi-Kurzarbeit

Veröffentlicht von Besian Krasniq am

Der Kreisverband der Jusos im Landkreis Osnabrück stellt sich mit seiner Forderung ausbildende Betriebe besonders zu schützen solidarisch an die Seite der Azubis. Kritisiert wird hingegen die Forderung der DIHK, Kurzarbeitsregelungen für Azubis anzuwenden.

Auf dem Bild ist der Vorsitzende der Jusos Osnabrück Land zu sehen. Dazu das Zitat: "Unternehmer*innen haben eine Schutzpflicht gegenüber Azubis!"

„Die reguläre Ausbildungsvergütung reicht meist nicht zum Leben“, warnt Besian Krasniq, stellvertretender Juso Kreisvorsitzender. Eine Kürzung der Ausbildungsvergütung würde Auszubildenden in Existenznöte bringen. „Wir sind uns bewusst darüber, dass Ausbildungsbetriebe, die durch die Corona-Pandemie in Schieflage geraten sind, unterstützt werden müssen“, ergänzt Krasniq. Allerdings müsse der Bund und die Länder dazu Unternehmen unter die Arme zu greifen, um Ausbildungsvergütungen in voller Höhe weiterzuzahlen. „Finanzielle Nöte auf den Schultern von Azubis zu laden ist inakzeptabel. Dabei geht es nicht nur um eine Kürzung der Ausbildungsvergütung, sondern auch um die Sicherung einer guten Ausbildung, die in Kurzarbeit nur schwer realisierbar ist“, äußert Yannick Moormann, Vorsitzender der Jusos im Landkreis Osnabrück, sein Unverständnis über die Forderung der DIHK.

Kritik äußern die Jusos auch an Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Das Bildungsministerium hortet derzeit 900 Millionen Euro und anstatt unterstützen, lässt Ministerin Karlicek Studierende und Azubis zu im Stich!“, weist Krasniq auf die ungenutzten Bafög-Mittel hin. „Weder verstehen wir, die Tatenlosigkeit der Bildungsministerin, noch die Forderung der DIHK. Wir wollen staatliche Unterstützung für eine gute Ausbildung!“, erklärt Yannick Moormann abschließend.


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