„Das ist nicht links, sondern rassistisch!“ – Jusos fordern Distanzierung von ‚Der Linken‘

Veröffentlicht von Yannick Moormann am

Die Jusos im Landkreis Osnabrück kritisieren den Kreisverband der Partei ‚Die Linke‘ im Landkreis Osnabrück für deren islamophoben Aussagen zum Thema Antisemitismus. Der Kreisverband der Linken hatte auf ihren Social-Media Kanälen die Ursache von Antisemitismus in der Migration geflüchteter Menschen gesehen.

„Natürlich lehnen wir alle antisemitischen Attacken, egal ob Sprechchöre auf Demos oder Angriffe auf Synagogen wie in Münster oder Gelsenkirchen ab“, stellt Yannick Moormann, Vorsitzender der Jusos Osnabrück-Land klar. „Der Beitrag des Kreisverbandes der Linken im Osnabrücker Land ist jedoch billige Stimmungsmache gegen Muslime und stellt Tatsachen falsch dar“, so Moormann mit Verweis auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Petra Pau aus dem Bundestag, wonach mit großem Abstand ein rechtsextremistischer Hintergrund bei Antisemitischen Straftaten als Motivation gesehen wurde. Der Kreisverband der Linken im Osnabrücker Land hatte auf ihren Facebook und Instagram-Accounts suggeriert, dass durch die ‚faktische Zuwanderung‘ auch der ‚radikale Islam‘ und damit Antisemitismus mitgebracht worden sei. „Diese Pauschaläußerungen gegen Muslime und insbesondere gegen Geflüchtete aus islamisch geprägten Ländern sind nicht links, sondern einfach rassistisch“, kritisiert Besian Krasniq, stellvertretender Vorsitzender der Kreisjusos. „Wir hoffen, dass es sich bei den Veröffentlichungen nicht um die Meinung des gesamten Kreisverbandes handelt, sondern um einen fehlgeleiteten Alleingang einer einzelnen Person. Wir fordern aber eine deutliche Distanzierung des Kreisverbandes von derartigen Veröffentlichungen.“, fordert Krasniq für den Kreisverband der Jusos.


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